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Fachgruppe
WI-PM

PVM2019 - Erfolgreiche Durchfühung der Tagung in Lörrach im Oktober 2019

Bereits zum sechsten Mal führten die GI-Fachgruppen Projektmanagement (WI-PM) und Vorgehensmodelle (WI-VM) in Kooperation mit der Fachgruppe IT-Projektmanagement der GPM e.V. und erstmals auch in Kooperation mit der GI-Fachgruppe Software Produktmanagement die zweitägige Fachtagung „Projektmanagement und Vorgehensmodelle“ (kurz: PVM) durch. Gastgeber der PVM 2019 war die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) am Standort Lörrach. Das Tagungsprogramm kombinierte in bewährter Weise ein wissenschaftliches Fachprogramm, Erfahrungsberichten aus der Praxis, Future Tracks zu neuen Methoden und Konzepten, Kompaktbriefings für Einsteiger und begleitende Open Spaces für die vertiefende Diskussion vor Ort.

Mit rund 120 Teilnehmer aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Studierenden der DHBW in Lörrach war die zweitägige Fachtagung in Lörrach gut besucht und unterstreicht die Bedeutung der PVM-Reihe. Die eingeladenen studentischen Teilnehmer konnten zudem einen Einblick in die GI und die Arbeit von GI-Fachgruppen zu erhalten, ganz im Sinne der Nachwuchsförderung der GI.

(Foto: GI)
Foto: Die Sprecher der GI-Fachgruppen WI-PM, WI-VM mit ihren Stellvertretern und WI-ProdM, zusammen mit dem Sprecher der Fachgruppe IT-Projektmanagement der GPM (von links: Prof. Dr. Oliver Linssen, Prof. Dr. Eckhart Hanser, Dr. Masud Fazal-Baqaie, Prof. Dr. Martin Engstler, Alexander Volland, Prof. Dr. Marco Kuhrmann)

 

Zusammenfassung der Vorträge und Diskussionen auf der PVM 2019

Unter dem Leitthema „Neue Vorgehensmodelle in Projekten – Führung, Kulturen und Infrastrukturen im Wandel“ diskutierten die Tagungsteilnehmer der PVM 2019, inwiefern Entwicklungen und Trends im Kontext der so genannten digitalen Transformation bereits zu neuen Vorgehensmodellen bzw. veränderten Arbeitsformen im Pro­jektgeschäft geführt haben. Dabei wurde deutlich, dass die Umsetzung digital transformierter Geschäftsmodelle ein neues Arbeiten in Projekten erfordert, das mit weiterentwickelten Vorgehensmodellen und neuen Settings für die Projektarbeit einhergeht. Die vielfältigen Vorhaben im Kontext des digitalen Wandels schließen hierbei stets auch veränderte oder neue Geschäftsmodelle mit ein, die eine erweiterte Betrachtung der Projektarbeit im Kontext des gesamten Produktmanagementzyklus erfordern. Dazu werden u. a.  moderne Methoden und Ansätze aus dem Business-Umfeld in die Vorgehensmodelle integriert bzw. werden diese zu einem erweiterten Digitalisierungsmodell ausgebaut. Auf Ebene der eingesetzten Arbeitsmittel wird eine weitgehende Durchgängigkeit der Denkweisen (z.B. agiler Wertekanon) und Methoden über die Projektphasen hinweg angestrebt. Beispielhaft zu nennen sind die heute weit verbreiteten Darstellungsformen einer Canvas, die als Business Model Canvas für die Geschäftsmodelle und als Projekt Canvas für die Projektumsetzung genutzt werden. Neben den Gemeinsamkeiten in der Darstellungsform unterstützt auch der integrative Betrachtungsansatz, der den Canvas-Darstellungen zu Grunde liegt, fördert dies die Durchgängigkeit der interdisziplinären Denk- und Arbeitsweisen über den gesamten Produkt- und Projektlebenszyklus. Auch auf kultureller Ebene und in den Führungskonzepten verbindet der formulierte Anspruch an eine angemessene Agilität im Handeln die am Prozess der digitalen Transformation beteiligten Akteure unterschiedlicher Disziplinen. Die gemeinsame Arbeit an Lösungen für und im Prozess der digitalen Transformation erfordert ein agiles Mindset der Beteiligten, darin waren sich die Experten auf der PVM 2019 einig. Weiterentwickelte Vorgehensmodelle mit entsprechenden Arbeitsmittel und Infrastrukturen können die notwendige Sicherheit im agilen Arbeitsprozess fördern, die den Freiraum für den Entwurf kreativer Lösungen eröffnet. Auf kultureller Ebene sind vor allem wertschätzende Haltungen gegenüber allen Projektbeteiligten gefordert. Dies geht mit einer ausgeprägten Selbstreflexionsfähigkeit auf Team- und Individualebene einher und fördert die wichtigen Lernprozesse im digitalen Wandel. Durch Infrastrukturen für moderne Arbeitsweisen im Kontext „Arbeit 4.0“ (z.B. progressive Arbeitsmodelle wie Coworking oder Innovation Labs) werden die agilen Arbeitsformen unterstützt und zu Ankerpunkten der digitalen Transformationsprojekte. Die Zukunft der Arbeit hat im Projektmanagement schon längst begonnen und ist Treiber der Digitalisierung, so das Fazit der PVM 2019.

 

(Foto: GI)
Foto: Tagungseröffnung der PVM 2019

 

Best Paper Award der Fachgruppe Vorgehensmodelle

Der diesjährige Best Paper Award wurde an Pascal Guckenbiehl und Sven Theobald für ihren Beitrag „Assessment of Agile Culture“ verliehen. Herzlichen Glückwunsch!

(Foto: GI)
Foto: Übergabe des Best Paper Awards auf der PVM 2019 (von links nach rechts: Prof. Hanser, Prof. Engstler, Pascal Guckenbiehl, Sven Theobald, Dr. Masud Fazal-Baqaie)

 

Tagungsband

Der Tagungsband der PVM 2019 wurde in den GI Lecture Notes in Informatics (Band P-298) veröffentlicht:

Linssen, O.; Mikusz, M.; Volland, A.; Yigitbas, E.; Engstler, M.; Fazal-Baqaie, M.; Kuhrmann, M. (Hrsg.): Projektmanagement und Vorgehensmodelle 2019. Neue Vorgehensmodelle in Projekten – Führung, Kulturen und Infrastrukturen im Wandel, Lecture Notes in Informatics (LNI) - Proceedings, Volume P-298, Bonn: Gesellschaft für Informatik und Köllen 2019 (ISBN 978-3-88579-692-3, ISSN 1617-5468)

 

Dank an die Sponsoren

Ein besonderer Dank gilt dem Hauptsponsor der PVM 2019, der Union Investment Gruppe, sowie dem langjährigen Sponsor liquidmoon und dem Gastgeber DHBW Lörrach für Unterstützung der Tagung.

 

Weitere Informationen

Informationen zur PVM-Tagungsreihe sind unter www.pvm-tagung.de abrufbar.